Kapitel 1 – Der Unterweltler

Eine Welt in der alles drunter und drüber läuft wird jedem bekannt vorkommen. Der Eine nennt es sein Leben und es sei ein natürlich Lauf der Dinge mit dem man umzugehen lernen müsse, der Andere plagt schon lange darüber und meint die Anderen seien daran Schuld. Fakt ist, jeder ist seines Glückes Schmied. Und ich bin wahrlich kein guter Schmied. Doch es reicht um eine komplette Geschichte zu erzählen. Um Bücher und Blätter zu füllen. Und um bei einem gemütlichen Abend beisammen zu sitzen und sich gute alte Geschichten zu erzählen.

So wie an diesem Abend. Ich saß mit guten Freunden in einem Gasthaus. Wir aßen und tranken, lachten und machten Scherze. Unser Niveau war natürlich nicht das Beste auch wenn wir uns, wenn es darauf ankam immer im Griff hatten. Zu diesem Zeitpunkt war ich glücklicher Single und weit entfernt auch nur jemals eine Partnerin haben zu wollen. Mir reichten die schönen One-Night-Stands die man sich so zwischendurch besorgen konnte. Die kleine schöne Ansammlung von Trunkenbolden löste sich aber bald auf, da es sehr spät war. Ich ging als einer der Letzten. Draußen war es feucht, aber doch trocken. Kein Regentropfen prasselte auf den Boden herab, aber auch keine totale Stille war zu hören. In der Ferne fuhren Autos, Busse, Bahnen. Doch es kam mir alles etwas weiter weg vor. Alles in allem war es einfach frisch. Und das wurde mir klar, als ich hinaus ging. Unverzüglich zog ich meine Jacke an und ging zügigen Schrittes davon.